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TU Berlin

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Datenbank aktueller und abgeschlossener Projekte am FG MMS

PeriWa - Peripheren Wahrnehmung bei der Fahrzeugführung während der Interaktion mit intuitiven Schnittstellen
Zitatschlüssel PeriWa
Autor Prof. Dr. Matthias Rötting
Jahr 2011
Institution Department of Human Kinetics and Ergonomics der Rhodes University (Südafrika), FG Mensch-Maschine Systeme TU Berlin
Zusammenfassung Die Sicherheit des Fahrers und der Fahrerumwelt ist ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung und Gestaltung von Fahrzeugen. Trotz einer Vielzahl von innovativen Ideen und Produkten verunglückten in Deutschland im Jahr 2008 407.859 Menschen leicht bis schwer und ca. 4.467 Menschen tödlich (Statistisches Bundesamt Deutschland, 2009). Im Mittel lagen bei ungefähr 2/3 der Unfälle die Unfallursachen bei den Fahrzeugführern selbst. Somit stellen der Mensch und die ihn betreffenden Faktoren wichtige Aspekte in der Betrachtung der Sicherheit dar. In experimentellen Studien konnte gezeigt werden, dass die visuelle Ablenkung des Menschen von der Fahraufgabe durch Nebenaufgaben (z.B. die Nutzung von Handys, Navigationsgeräten oder Infotainmentgeräten) zu einer deutlichen Verschlechterung der Fahrleistung (z.B. der Spurhaltung) und der Reaktionszeiten in unerwarteten Situationen führt (z.B. Gelau, 2004). Für die Erhöhung der Fahrsicherheit ist es daher wichtig die visuelle Ablenkung des Menschen von der Fahraufgabe, die durch die Bearbeitung von Nebenaufgaben verursacht wird, zu verringern. In dem Forschungsprojekt wird untersucht, ob durch die Nutzung peripherer Wahrnehmungskanäle für die Bearbeitung von Nebenaufgaben eine Reduzierung der Ablenkung der visuellen Aufmerksamkeit von der Fahraufgabe möglich ist. Dabei soll überprüft werden, inwieweit Konzepte der intuitiven Benutzung technischer Geräte im Kontext der peripheren Wahrnehmung angewandt werden können und wie diese in Beziehung miteinander stehen. Darauf aufbauend sollen Merkmale der peripheren Wahrnehmung extrahiert und darauf basierende Gestaltungsmerkmale und –regeln aufgestellt werden. In diesem Zusammenhang soll die Fragestellung beantwortet werden, ob es interkulturelle Unterschiede bei der peripheren Informationsaufnahme und Interaktion gibt, die sich aus einer unterschiedlichen Sozialisation im technischen und gesellschaftlichen Sinne zwischen Anwendern aus Industrieländern (Deutschland) und Schwellenländern (Südafrika) ergeben könnten.
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